
Salzbergwerk Wieliczka - was mitnehmen, Kleidung und Schuhe
Was nimmt man ins Salzbergwerk Wieliczka mit? Temperatur unter Tage, Zwiebellook, Schuhe für 800 Stufen, Gepäcklimit 35x20x20 cm und eine Packliste für den Besuch.
Die Frage, was man ins Salzbergwerk mitnehmen sollte, taucht meist am Abend vor der Reise auf, wenn die Tickets schon gekauft sind und noch ein paar Zweifel bleiben. Ist es unter Tage kalt? Kann man in Sandalen hinuntergehen? Wird der Rucksack mit Proviant für die ganze Familie auf die Route gelassen? Die Antworten entscheiden darüber, ob drei Stunden unter Tage ein angenehmer Spaziergang werden oder ein Warten auf die Auffahrt mit dem Förderkorb. Das gilt für Familien mit Kindern ebenso wie für Paare oder Freundesgruppen.
Wieliczka ist kein gewöhnliches Museum. Die Besichtigung findet in einer Tiefe von 64 bis 135 Metern statt, bei konstanter Temperatur, erhöhter Luftfeuchtigkeit und über mehrere hundert Stufen. Die Besucherordnung des Bergwerks enthält zudem konkrete Regeln zu Gepäck, Tieren und Fotografieren, von denen viele erst am Eingang zum Daniłowicz-Schacht (Szyb Daniłowicza) erfahren.
In diesem Artikel haben wir alles zusammengetragen, was man vor dem Packen wissen sollte. Wir stützen uns auf die Besucherordnung des Salzbergwerks Wieliczka für 2026 und auf Informationen der offiziellen Website, nicht auf Foren und Vermutungen. Wir behandeln Kleidung, Schuhe, Gepäck, Dinge, die man besser im Auto lässt, sowie die Unterschiede zwischen Touristenroute (Trasa Turystyczna) und Bergmannsroute (Trasa Górnicza).
Unsere These ist einfach. Ins Bergwerk geht man am besten mit leichtem Gepäck, mit einer Schicht mehr, als das Wetter an der Oberfläche nahelegt, in bequemen Schuhen und mit einer kleinen Tasche. Den Rest lässt man besser im Auto, das direkt am Eingang parkt.
Welche Bedingungen unter Tage herrschen
Das Salzbergwerk Wieliczka gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Polens und steht seit 1978 auf der ersten Liste des UNESCO-Welterbes. Für Besucher bedeutet das vor allem eines. Die Routen sind gut ausgebaut und beleuchtet, führen aber weiterhin durch einen aktiven Bergbaubetrieb, in dem das Geologie- und Bergrecht gilt und nicht nur museale Gepflogenheiten.
Die Besucherordnung beschreibt die Bedingungen unter Tage recht genau. Die durchschnittliche Lufttemperatur auf der Touristenroute liegt bei etwa 17°C, auf der Bergmannsroute bei etwa 15°C. Die Luftfeuchtigkeit erreicht bis zu 75 Prozent, und der Luftdruck unterscheidet sich von dem an der Oberfläche um etwa 18 hPa. Das Bergwerk selbst empfiehlt Kleidung, die thermischen Komfort bietet. Die offizielle Website wieliczka-saltmine.com nennt für die Touristenroute einen Bereich von 17-18°C.
Der zweite Faktor, der die Wahl von Kleidung und Gepäck beeinflusst, ist der Charakter der Route. Laut offiziellen Angaben ist die Touristenroute etwa 3,5 km lang und hat über 800 Stufen, und die Besichtigung dauert einschließlich der Ausstellung des Krakauer Salinenmuseums durchschnittlich 2-3 Stunden. Allein der Abstieg durch den Daniłowicz-Schacht auf die Sohle I umfasst 380 Stufen. Die Route endet auf Sohle III in 135 Metern Tiefe, von wo aus die Besucher an die Oberfläche fahren.
Der dritte Punkt ist die Regelung zu persönlichen Gegenständen. Unter Tage darf man nur Handgepäck mit Maßen bis 35 x 20 x 20 cm mitnehmen. Größere Taschen, Koffer und Kinderwagen bleiben im Auto, im Reisebus oder in der Gepäckaufbewahrung.
Diese Bedingungen führen zu einigen praktischen Begriffen, die man vor der Reise kennen sollte. Der Daniłowicz-Schacht ist das Gebäude, in dem die Touristenroute beginnt und in dem sich Kassen, Toiletten und Gepäckaufbewahrung befinden. Eine Sohle ist ein Stockwerk des Grubengebäudes, von der Oberfläche nach unten gezählt. Grubenbaue sind die von Bergleuten ausgehöhlten Gänge und Kammern, durch die die Route führt. Eine Kammer ist ein größerer Raum, in dem die Gruppe länger stehen bleibt, und genau dann spürt man die Kühle am schnellsten.
Die meisten Ratgeber enden mit dem Tipp „Jacke mitnehmen“. Was fehlt, ist die Verbindung dieser drei Faktoren, also Temperatur, Anstrengung und Gepäcklimit, zu einer praktischen Liste. Genau das wollen wir ergänzen.
Temperatur unter Tage und Kleidung im Zwiebellook
Eine konstante Temperatur von etwa 17°C bedeutet, dass im Bergwerk im Juli dasselbe Klima herrscht wie im Januar. Der Unterschied liegt darin, aus welchem Wetter man nach unten kommt. Im Sommer, bei 30 Grad auf dem Rynek Górny, sorgen die ersten Minuten in den Stollen für angenehme Kühle, doch nach einer Stunde Stehen in einer Kammer bei den Erklärungen des Führers erweist sich ein leichtes T-Shirt als zu dünn. Im Winter ist es umgekehrt. Eine dicke Daunenjacke wird nach 380 Stufen Abstieg zur Last, die man die nächsten 3 Kilometer tragen muss.
Deshalb bewährt sich Kleidung in mehreren Schichten am besten. In der Praxis heißt das ein T-Shirt mit kurzen oder langen Ärmeln, ein dünner Pullover oder eine Strickjacke und eine leichte Jacke, die man ausziehen und um die Hüfte binden kann. Lange Hosen sind bequemer als Shorts, denn Feuchtigkeit und Kühle spürt man bei den Stopps am stärksten an den Beinen.
Wie man sich zu verschiedenen Jahreszeiten kleidet
Im Sommer genügen ein Sweatshirt oder ein dünner Pullover über dem T-Shirt. Im Frühling und Herbst bewährt sich die Kombination aus T-Shirt, Sweatshirt und Windjacke. Im Winter lässt man die dicke Jacke am besten im Auto und geht in Fleece oder Pullover nach unten, denn auf der Route gibt es keine Garderobe, und die Temperatur fällt nicht unter gut zehn Grad.
Wer leicht friert, kann einen dünnen Schal oder ein Tuch ergänzen. Sie nehmen wenig Platz ein, passen in eine kleine Tasche und sind besonders in hohen Kammern wie der Kapelle der heiligen Kinga nützlich.
| Wetter an der Oberfläche | Was man unter Tage trägt | Was im Auto bleibt |
|---|---|---|
| Hitze (über 25°C) | T-Shirt, lange Hose, dünnes Sweatshirt in der Tasche | Schirmmütze, Sonnenbrille, große Wasserflasche |
| Frühling, Herbst (10-20°C) | T-Shirt, Sweatshirt, leichte Windjacke | Regenschirm, Ersatzsocken |
| Winter (unter 5°C) | Langarmshirt, Fleece oder Pullover | Dicke Jacke, Mütze, Handschuhe |
| Regen | Schichten wie im Frühling, Schuhe mit trockener Sohle | Nasse Regenjacke, Regenschirm |
Schuhe für 800 Stufen
Das Schuhwerk ist wichtiger als die Jacke. Über 800 Stufen, davon 380 gleich am Anfang, und etwa 3,5 km Gehen über Holzstufen und Salzböden ergeben eine Route, auf der unbequeme Schuhe schon nach einer Viertelstunde spürbar werden.
Am besten eignen sich Sportschuhe mit flacher, rutschfester Sohle oder bequeme Straßenschuhe, die schon eingelaufen sind. Neue Schuhe, auch von bester Qualität, hebt man besser für eine andere Gelegenheit auf. Blasen nach drei Stunden Treppensteigen sind ein häufiger Grund, die weitere Besichtigung von Wieliczka abzukürzen.
Was man vermeiden sollte
Wir raten von Schuhen mit hohen Absätzen, Flip-Flops und Sandalen ohne Fersenhalt sowie von Schuhen mit sehr glatter Sohle ab. Die Treppen sind gesichert und beleuchtet, doch an manchen Stellen ist der Boden feucht, und im Gedränge kann man nicht bei jedem Schritt voll aufpassen. Wer abends ins Restaurant gehen möchte, kann ein zweites Paar Schuhe mitbringen und im Auto lassen.
Ein guter Test ist die Frage, ob man in diesen Schuhen problemlos einen ganzen Tag durch die Stadt laufen könnte. Wenn ja, eignen sie sich auch für das Bergwerk. Kindern zieht man am besten Schnür- oder Klettschuhe an, die den Fuß halten, und keine modischen Stoffschuhe ohne Stabilität.
Man sollte auch wissen, dass die offizielle Website des Bergwerks die Besichtigung als nicht überdurchschnittlich anstrengend einstuft. Das größere Problem sind meist müde Füße und nicht die Kondition, deshalb sind bequeme Schuhe wichtiger als vorheriges Training.
Gepäck und das Limit von 35 x 20 x 20 cm
Die Besucherordnung für 2026 ist eindeutig. In den Grubenbauen ist nur Handgepäck mit maximalen Maßen von 35 x 20 x 20 cm erlaubt. Das entspricht etwa einem kleinen Stadtrucksack oder einer Umhängetasche. Ein großer Wanderrucksack, eine Reisetasche oder ein Koffer werden nicht auf die Route gelassen.
Größeres Gepäck, darunter Kinderwagen und Koffer, soll laut Besucherordnung im Auto, im Reisebus oder in der Gepäckaufbewahrung bleiben. Das Bergwerk betreibt eine Gepäckaufbewahrung im Gebäude „Górnik“ sowie Schließfächer am Gebäude des Daniłowicz-Schachts. Die Besucherordnung weist jedoch darauf hin, dass das Bergwerk keine freien Fächer in der automatischen Aufbewahrung garantiert. In der Saison, bei vollen Gruppen, kann es sein, dass keine Schließfächer mehr frei sind.
Das Auto als einfachste Gepäckaufbewahrung
Für alle, die mit dem Auto anreisen, ist es am bequemsten, alles Überflüssige im Kofferraum zu lassen. Dann zählt die Entfernung des Parkplatzes zum Eingang. Der Parkplatz 30 m vom Daniłowicz-Schacht erlaubt es, im letzten Moment Jacke oder Einkäufe in den Kofferraum zu legen und ohne Eile zum Treffpunkt zurückzukehren. Der Parkplatz ist rund um die Uhr videoüberwacht, sodass Dinge im abgeschlossenen Auto während der gesamten Besichtigung beaufsichtigt sind.
Die Besucherordnung erinnert auch daran, dass man auf dem Gelände des Bergwerks kein Gepäck unbeaufsichtigt lassen darf. Eine zurückgelassene Tasche oder ein Rucksack kann als potenziell gefährlicher Gegenstand eingestuft werden, was mit einem Polizeieinsatz endet.

Was in die kleine Tasche gehört
Da der Platz begrenzt ist, lohnt es sich, den Inhalt der Tasche zu überdenken. Die Liste der Dinge, die unter Tage wirklich nützlich sind, ist kurz.
- Eine kleine Flasche Wasser, denn die Luft im Bergwerk ist feucht und salzig, und die Route dauert mehrere Stunden.
- Ein dünnes Sweatshirt oder ein Schal, falls man sie nicht von Anfang an trägt.
- Handy oder Kamera für Fotos.
- Tickets auf dem Handy oder ausgedruckt sowie ein Nachweis für eine Ermäßigung.
- Taschentücher und gegebenenfalls regelmäßig eingenommene Medikamente.
- Ein kleiner Snack für Kinder.
Unter Tage gibt es keinen Mobilfunkempfang. Die offizielle Website des Bergwerks informiert, dass ein ausgewiesener Bereich mit kostenlosem WLAN und der Möglichkeit zu telefonieren eingerichtet wurde. Deshalb sollte man die Tickets offline auf dem Handy gespeichert oder ausgedruckt haben und mit Personen außerhalb der Gruppe vorher eine konkrete Uhrzeit und einen Treffpunkt vereinbaren.
Vor dem Abstieg erhalten die Besucher Audiogeräte für die Führung, die nach dem Ende der Route zurückgegeben werden müssen. Die Besucherordnung sieht bei Verlust oder Beschädigung eine Gebühr vor, daher sollte man eine freie Tasche oder etwas Platz in der Tasche dafür haben, um das Gerät beim Fotografieren nicht zu verlieren.
Fotos, Verbote und Dinge, die oben bleiben
Laut Besucherordnung für 2026 ist Fotografieren und Filmen für private Zwecke während der Besichtigung erlaubt. Verboten ist dagegen die kommerzielle Nutzung von Fotos und Aufnahmen ohne Zustimmung des Bergwerks. Wer ein Fotoshooting oder eine Aufnahme zur Veröffentlichung plant, sollte sich vorher mit dem Bergwerk in Verbindung setzen. In der Praxis gelingen Handyfotos in den beleuchteten Kammern gut, doch der Akku sollte geladen sein, denn in einigen Stunden macht man meist mehr Bilder als geplant. Eine kleine Powerbank passt in die Tasche, ohne das Limit zu überschreiten.
Die Liste der verbotenen Gegenstände umfasst Waffen, pyrotechnische, explosive, leicht entzündliche und giftige Stoffe, Alkohol und andere Rauschmittel. In den Grubenbauen sind offenes Feuer, Rauchen und E-Zigaretten verboten. Alkoholkonsum ist außerhalb der dafür vorgesehenen Bereiche untersagt.
Tiere haben keinen Zutritt zum Bergwerk, ausgenommen Assistenz- und Blindenführhunde. Von Kinderwagen rät die Besucherordnung wegen der Treppen ab, für kleine Kinder ist eine Trage daher oft bequemer.
Gesundheit vor dem Abstieg
Die Besucherordnung nennt auch Personen, die vor dem Besuch einen Arzt konsultieren sollten. Dazu gehören Schwangere und Menschen mit chronischen Erkrankungen, insbesondere mit Klaustrophobie, schwerer Atem- oder Kreislaufinsuffizienz sowie Epilepsie. Die Besichtigung findet auf begrenztem Raum statt, mit engen Gängen und einer Fahrt im Förderkorb.
Bergmannsroute und Touristenroute im Vergleich
Die Bergmannsroute ist eine andere Art von Ausflug und verlangt eine etwas andere Vorbereitung. Die Besucherordnung nennt für sie eine Durchschnittstemperatur von etwa 15°C, also zwei Grad weniger als auf der Touristenroute. Laut Berichten, unter anderem des Senders RMF24, ziehen sich die Teilnehmer in einer Umkleide Bergmannskleidung an und erhalten Helm, Lampe und ein Atemschutzgerät.
Die eigene Jacke ist hier also weniger wichtig, unter der Kleidung trägt man aber am besten bequeme, dünne Sachen, die die Bewegung nicht einschränken. Schuhe sind noch wichtiger, denn die Route umfasst körperliche Aufgaben und Abschnitte mit unebenem Boden. Die Regeln für Handgepäck sind dieselben wie auf der Touristenroute.
Laut Materialien, die zur Bewerbung der Route veröffentlicht wurden, können Personen ab 10 Jahren teilnehmen, und die gesamte Tour dauert etwa drei Stunden. Vor dem Ticketkauf sollte man die aktuellen Bedingungen auf der Website des Bergwerks bestätigen, denn sie betreffen Alter, Sprache der Gruppe und Teilnehmerzahl. Für Familien mit jüngeren Kindern bleibt die Touristenroute planbarer, auf die man eine Trage mitnehmen und schwerere Dinge an der Oberfläche lassen kann.
Packen in drei Schritten
Am einfachsten gelingt ein Tag im Bergwerk, wenn man die Sachen schon beim Packen zu Hause in drei Gruppen aufteilt. Die erste Gruppe ist die Kleidung für die Route, also Schichten und bewährte Schuhe. Die zweite ist die kleine Tasche mit Wasser, Handy und Tickets. Die dritte ist alles Übrige, das im Auto bleibt, darunter die dicke Jacke, Einkäufe, der Regenschirm und Ersatzschuhe.
Wer mit dem Auto kommt, sollte mindestens 30 Minuten vor der Einlasszeit eintreffen. Diese Zeit reicht zum Parken, Umpacken, für einen Toilettengang am Daniłowicz-Schacht und einen entspannten Weg zum Treffpunkt. In der Saison, wenn im Zentrum von Wieliczka viel Verkehr herrscht, gibt der Parkplatz am Salzbergwerk mit Online-Reservierung Sicherheit. Das Ticket mit QR-Code kommt per E-Mail und wird bei der Einfahrt vorgezeigt, die Einfahrt ist von 7:00 bis 18:00 Uhr möglich. Die Ausfahrt ist rund um die Uhr möglich, sodass man nach der Besichtigung entspannt zum Abendessen in der Stadt bleiben kann.
Zwei Stunden Parkzeit reichen meist nicht, wenn man den Fußweg, das Warten auf die Gruppe und 2-3 Stunden Besichtigung einrechnet. Sicherer ist ein Tagesticket, besonders wenn auch das Salzgrafenschloss (Zamek Żupny) auf dem Plan steht, das vom Parkplatz etwa 4 Minuten entfernt ist, oder ein Spaziergang zum Rynek Górny, etwa 7 Minuten entfernt. Mehr über Parkmöglichkeiten in der Stadt beschreiben wir im Artikel über das Parken in Wieliczka.
Wer nach dem Bergwerk zu Mittag essen möchte, kann etwas schickere Kleidung zum Umziehen im Auto lassen. Nach drei Stunden in feuchter und salziger Luft ist ein frisches T-Shirt eine angenehme Abwechslung. Ideen für eine Mahlzeit in der Nähe haben wir im Text darüber, wo man in Wieliczka gut isst, zusammengestellt.
Die größte Herausforderung ist oft die Abstimmung in der Familie oder unter Freunden. Bewährt hat sich, allen am Vortag eine kurze Liste zu schicken, was mitkommt und was bleibt, zusammen mit dem Hinweis auf das Gepäcklimit. So vermeidet man, dass jemand kurz vor dem Einlass mit einem großen Rucksack zum Auto zurück muss.
Änderungen der Besucherordnung
Das Bergwerk erweitert sein Angebot seit Jahren und passt die Regeln an den wachsenden Besucherandrang an. Die Besucherordnung wird jedes Jahr aktualisiert, und die Fassung für 2026 enthält unter anderem genaue Regeln für die Nutzung der Audiogeräte und den Kauf einer Ab- oder Auffahrt mit dem Aufzug im Daniłowicz-Schacht, wobei das Bergwerk diese Leistung nicht jedem Interessierten garantiert.
Es ist zu erwarten, dass sich immer mehr Formalitäten ins Internet verlagern. Online-Tickets sind bereits Standard, ebenso die Parkplatzreservierung für einen bestimmten Tag. Für Besucher heißt das weniger Warten an den Kassen, aber auch mehr Vorbereitung im Voraus, denn in der Hochsaison lässt sich vor Ort schwerer improvisieren.
Wachsendes Interesse gibt es auch an abenteuerlichen Routen wie der Bergmannsroute und an Besichtigungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Jede dieser Formen hat eigene Anforderungen an Kleidung und Schuhe, daher lohnt sich vor der Reise immer ein Blick in die aktuelle Besucherordnung auf der Website des Bergwerks. Die Regeln zu Gepäck und Temperatur sind jedoch seit Jahren ähnlich, und man kann die Planung darauf stützen.
Konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit ergeben sich aus der Natur der Lagerstätte und ändern sich daher nicht von Saison zu Saison. Ändern können sich dagegen Öffnungszeiten, Ticketpreise und die Verfügbarkeit zusätzlicher Leistungen wie der Auffahrt mit dem Aufzug oder freier Plätze in der Gepäckaufbewahrung. Deshalb ist es eine gute Gewohnheit, die Website des Bergwerks am Tag vor der Reise zu prüfen.
Was man ins Bergwerk mitnimmt im Überblick
Die Antwort auf die Frage, was man ins Salzbergwerk Wieliczka mitnehmen sollte, lässt sich auf einige einfache Regeln bringen. Unter Tage herrscht eine konstante Temperatur von etwa 17°C auf der Touristenroute und etwa 15°C auf der Bergmannsroute, bei einer Luftfeuchtigkeit bis 75 Prozent. Am besten bewährt sich deshalb Kleidung in Schichten, die man während der Besichtigung ablegen oder ergänzen kann.
Schuhe sind wichtiger als die Jacke. Die Route ist etwa 3,5 km lang und hat über 800 Stufen, davon 380 allein beim Abstieg. Bequeme, eingelaufene Schuhe mit rutschfester Sohle entscheiden über den Komfort des ganzen Besuchs.
Die Besucherordnung erlaubt unter Tage nur Gepäck bis 35 x 20 x 20 cm. Große Rucksäcke, Koffer und Kinderwagen bleiben im Auto oder in der Gepäckaufbewahrung, in der das Bergwerk keine freien Fächer garantiert. Für alle, die mit dem Auto anreisen, ist der Kofferraum eines Wagens nahe am Eingang daher die einfachste Lösung.
Damit kommen wir zur These aus der Einleitung zurück. Ins Bergwerk geht man am besten mit leichtem Gepäck, einer Schicht mehr und in bequemen Schuhen. Eine solche Liste passt auf einen Zettel und funktioniert zu jeder Jahreszeit. Gut vorbereitet vergehen drei Stunden unter Tage mit dem Bestaunen der Salzkammern und nicht mit Gedanken an kalte Hände oder schmerzende Füße. Vor der Reise empfiehlt es sich, einen Parkplatz in Wieliczka zu reservieren und die aktuellen Besuchszeiten auf der Website des Bergwerks zu prüfen.
Fragen zur Vorbereitung auf den Besuch
Ist es im Salzbergwerk Wieliczka kalt?
Auf der Touristenroute liegt die Durchschnittstemperatur bei etwa 17°C, auf der Bergmannsroute bei etwa 15°C. Im Sommer empfindet man das als kühl, im Winter als angenehm warm. Ein leichter Pullover reicht das ganze Jahr. Die Kühle spürt man am stärksten bei längeren Stopps in den Kammern, daher können kälteempfindliche Personen einen dünnen Schal oder eine zweite Schicht ergänzen.
Darf man mit einem großen Rucksack ins Bergwerk?
Nein. Die Besucherordnung erlaubt nur Handgepäck bis 35 x 20 x 20 cm. Größere Taschen müssen im Auto, in der Gepäckaufbewahrung im Gebäude „Górnik“ oder in den Schließfächern am Daniłowicz-Schacht bleiben. Das Bergwerk garantiert keine freien Fächer, besonders nicht in der Saison. Ein kleiner Stadtrucksack oder eine Umhängetasche passt meist ins Limit, bei Grenzmaßen misst man aber besser zu Hause nach.
Funktioniert das Handy im Bergwerk?
Unter Tage gibt es keinen Mobilfunkempfang. Das Bergwerk hat einen ausgewiesenen Bereich mit kostenlosem WLAN eingerichtet, die Tickets sollte man aber offline gespeichert haben. Mit Personen, die nicht unter Tage gehen, vereinbart man vor dem Einstieg Uhrzeit und Treffpunkt.
Darf man im Bergwerk fotografieren?
Ja, die Besucherordnung für 2026 erlaubt Fotos und Videos für private Zwecke. Für eine kommerzielle Nutzung ist die Zustimmung des Bergwerks nötig. Ein geladenes Handy oder eine kleine Powerbank ist nützlich, denn man macht meist viele Fotos. Stativ und Blitz sind im Gedränge eher hinderlich als hilfreich.
Wie viele Stufen hat die Touristenroute?
Laut der offiziellen Website des Bergwerks über 800, davon 380 beim Abstieg durch den Daniłowicz-Schacht auf die Sohle I. Die übrigen Stufen verteilen sich auf die etwa 3,5 km lange Route, und an die Oberfläche fährt man mit dem Förderkorb.
Darf man einen Hund ins Bergwerk mitnehmen?
Nein. Tiere haben keinen Zutritt, ausgenommen Assistenzhunde sowie Blindenführhunde für blinde und sehbehinderte Menschen. Während der Besichtigung muss der Hund also bei einer anderen Person bleiben, niemals allein im aufgeheizten Auto. Einige Stunden Besichtigung sind auch an einem kühleren Tag zu lang.
Braucht man für die Bergmannsroute besondere Kleidung?
Mitbringen muss man sie nicht. Die Teilnehmer erhalten vor Ort Bergmannskleidung, Helm und Lampe, darunter trägt man am besten bequeme, dünne Kleidung und gute Schuhe. Die Temperatur auf dieser Route liegt im Schnitt bei etwa 15°C, und ein Teil der Aufgaben verlangt Bewegungsfreiheit.



