Das Gebäude des Daniłowicz-Schachts in Wieliczka an einem sonnigen Tag
Parken und Anreise

Parken in Wieliczka - wo das Auto am Salzbergwerk bleibt

Parken in Wieliczka ohne Kreisen durch die Stadt. Wo das Auto am Daniłowicz-Schacht, am Marktplatz und am Gradierwerk steht und wie lange man parken sollte.

Parken in Wieliczka gehört zu den ersten Suchbegriffen, die Autofahrer vor einem Besuch im Salzbergwerk eingeben. Das ist kein Wunder. Wieliczka ist eine kleine Stadt mit einem historischen, engen Zentrum, und das Bergwerk besuchen jedes Jahr mehr als anderthalb Millionen Menschen. Wer in der Saison mit dem Auto anreist, merkt schnell, dass die letzten paar hundert Meter vor dem Ziel länger dauern können als die ganze Fahrt aus Krakau.

Das Problem ist selten, dass es überhaupt keine Plätze gibt. Häufiger fährt man einfach an den falschen Ort. Das Navi führt zur Adresse des Bergwerks, doch der Einstieg in die Touristenroute und der Start der Bergmannsroute liegen an zwei verschiedenen Schächten in zwei Teilen der Stadt. Hinzu kommen Straßen mit eingeschränktem Parken, Einbahnstraßen rund um den Marktplatz und Parkplätze, die mittags bereits voll sind.

In diesem Ratgeber ordnen wir das Thema aus Sicht der Autofahrer. Wir zeigen, wo man je nach geplantem Programm parkt, wie viel Parkzeit für die Besichtigung des Bergwerks realistisch nötig ist und welche Orte sich von einem Parkplatz aus zu Fuß erreichen lassen. Außerdem beschreiben wir typische Fehler, durch die Besucher die erste Stunde ihres Ausflugs mit der Parkplatzsuche verlieren.

Unsere These ist einfach. Der beste Parkplatz in Wieliczka ist der, den man vor der Abfahrt auswählt, nicht erst vor Ort. Eine Entscheidung am Vortag spart Nerven und Zeit. Das gilt für Familien auf einem Tagesausflug ebenso wie für Paare, die Wieliczka mit einem Wochenende in Krakau verbinden.

Warum das Parken in Wieliczka schwierig sein kann

Das Salzbergwerk Wieliczka (Kopalnia Soli „Wieliczka”) liegt rund 10 km südöstlich des Krakauer Zentrums, in der Nähe der Anschlussstelle Kraków Wieliczka an der Autobahn A4 - so beschreibt die offizielle Website des Bergwerks (kopalnia.pl) die Anfahrt. Von der Krakauer Umgehungsstraße ist es also nicht weit, und die meisten Besucher aus Polen kommen mit dem Auto. So lässt sich das Bergwerk an einem Tag mit Krakau, Niepołomice oder Bochnia verbinden.

Der Besucherandrang in Wieliczka ist sehr groß. Nach Angaben des Bergwerks gegenüber Radio Kraków besuchten 2024 mehr als 1,7 Mio. Menschen die unterirdischen Routen, im Rekordjahr 2019 waren es über 1,8 Mio. Mehr als 70 Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland, viele davon mit Reisebussen oder Kleinbussen aus Krakau. Individualreisende teilen sich die Straßen also mit viel organisiertem Verkehr.

Einige Begriffe aus Anfahrtsbeschreibungen sollte man kennen. Der Daniłowicz-Schacht (Szyb Daniłowicza) in der ul. Daniłowicza 10 ist der Haupteingang zur Touristenroute (Trasa Turystyczna), also zur klassischen Besichtigung mit der Kapelle der heiligen Kinga. Die Route ist 3,5 km lang, führt bis in 135 m Tiefe und dauert laut Bergwerk zusammen mit der Museumsausstellung durchschnittlich 2-3 Stunden. Der Regis-Schacht (Szyb Regis) am pl. Kościuszki 9 liegt im Stadtzentrum nahe dem Rynek Górny (Oberer Marktplatz), und hier beginnt die Bergmannsroute (Trasa Górnicza). Das Salzgrafenschloss (Zamek Żupny) befindet sich zwischen den beiden Schächten, das Gradierwerk steht im Kinga-Park, wenige Gehminuten vom Daniłowicz-Schacht entfernt.

Für Autofahrer folgt daraus eine praktische Erkenntnis. Die Adresse „Salzbergwerk Wieliczka” im Navi reicht nicht aus. Man muss wissen, an welchem Schacht die Besichtigung beginnt und wo man den Rest des Tages verbringen möchte. Die meisten Ratgeber konzentrieren sich auf die Eintrittspreise des Bergwerks und lassen die Logistik des letzten Kilometers außen vor. Genau diese Lücke schließt dieser Artikel.

Der Verkehr in Wieliczka verteilt sich ungleichmäßig. Die meisten Autos kommen an Wochenenden, an den langen Wochenenden mit Brückentagen im Mai und Juni sowie in den Sommerferien, wenn zu den Individualreisenden noch Schulklassen und Feriencamps hinzukommen. Außerhalb der Saison ist es an Werktagen deutlich ruhiger, dafür haben dann manche Lokale im Zentrum kürzer geöffnet. Wer diese Rhythmen kennt, kann die Ankunftszeit so wählen, dass er dem größten Andrang an den Schächten ausweicht.

Parken in Wieliczka am Daniłowicz-Schacht

Für die große Mehrheit der Besucher ist der Daniłowicz-Schacht das Ziel, denn hier beginnt die Touristenroute. Am bequemsten stellt man das Auto möglichst nah an diesem Eingang ab, besonders mit Kindern, älteren Menschen oder an einem Regentag.

In der ul. Daniłowicza 13 liegt ein Parkplatz 30 m vom Daniłowicz-Schacht mit 180 Stellplätzen. Der Platz wird online für einen bestimmten Tag reserviert, das Ticket mit QR-Code kommt per E-Mail und wird bei der Einfahrt vorgezeigt. Die Reservierung garantiert den Platz, das Gelände ist rund um die Uhr videoüberwacht, und Firmen erhalten auf Wunsch eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer.

Parkvarianten und Einfahrtszeiten

Die Einfahrt auf den Parkplatz ist von 7:00 bis 18:00 Uhr möglich, die Ausfahrt rund um die Uhr. Das ist wichtig bei Besichtigungen am späten Nachmittag oder einem Abendessen nach dem Bergwerk, denn man muss nicht auf die Schließzeit der Schranke achten.

Variante Für wen Was enthalten ist
2 Stunden kurzer Besuch, z. B. nur Gradierwerk oder Spaziergang Stellplatz am gewählten Tag
Ganzer Tag Touristenroute mit Mittagessen und Spaziergang Stellplatz für den ganzen Besichtigungstag
VIP Tag mit Mittagessen am Bergwerk Stellplatz, Tisch im Partnerrestaurant und Rabatt auf das Essen

Jede Variante gibt es für Pkw, Motorräder sowie Wohnmobile und Kleinbusse. Die aktuelle Preisliste steht auf der Website des Parkplatzes.

Die Schwachstelle dieses Standorts ist die Beliebtheit der ganzen Umgebung. In der Hochsaison ist die ul. Daniłowicza oft voll, deshalb lohnt sich eine Reservierung hier mehr als bei Parkplätzen am Stadtrand. Die Stärke ist dagegen die Lage. Nach dem Bergwerk, müde von mehreren Stunden Treppensteigen, ist man in einer Minute am Auto, ohne Bushaltestelle oder Taxi suchen zu müssen. Mit kleinen Kindern, die gegen Ende der Besichtigung oft den Kinderwagen oder ein Nickerchen brauchen, ist dieser Unterschied deutlich spürbar.

Regis-Schacht und Bergmannsroute

Die Bergmannsroute ist eine andere Art der Besichtigung. Die Gruppen umfassen bis zu 20 Personen, und jeder Teilnehmer erhält Schutzanzug, Helm, Grubenlampe und Atemschutzgerät. Start ist am Regis-Schacht mitten im Zentrum am pl. Kościuszki.

Das Zentrum von Wieliczka hat nur wenige Parkplätze am Straßenrand, und ein Teil davon ist für Kurzzeitparken vorgesehen. Die Regeln können sich von Straße zu Straße unterscheiden, deshalb achten wir immer auf die Beschilderung und einen möglichen Parkscheinautomaten. Die Suche nach einem freien Platz rund um den Rynek Górny kann an einem Mittag in der Saison lange dauern, und die Einbahnstraßen erschweren das Wenden.

Sinnvoller ist es, in der ul. Daniłowicza zu parken und zu Fuß ins Zentrum zu gehen. Der Rynek Górny liegt etwa 7 Gehminuten vom Parkplatz entfernt, unterwegs passiert man das Salzgrafenschloss. Diese Variante bewährt sich besonders, wenn man die Bergmannsroute mit einem Mittagessen oder einem Schlossbesuch verbindet, denn das Auto steht den ganzen Tag an einem Ort. Der Weg zwischen den Schächten führt durch die Altstadt und wird so selbst Teil der Besichtigung.

Stehen beide Routen auf dem Programm, eine am Vormittag und eine am Nachmittag, ist ein Tagesparkplatz meist günstiger und bequemer als zwei kurze Stopps in verschiedenen Teilen der Stadt. Man muss außerdem nicht erneut aus einer vollen Straße ausparken und zur Mittagszeit, wenn im Zentrum am meisten los ist, einen neuen Platz suchen. Bei der Bergmannsroute sollte man bedenken, dass vor der Einfahrt eine kurze Einweisung stattfindet, man also rechtzeitig vor Ort sein muss.

Marktplatz, Salzgrafenschloss und Gradierwerk zu Fuß

Wieliczka ist kompakt bebaut, und die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Das ist eine gute Nachricht für Autofahrer, denn nach dem Parken braucht man das Auto bis zum Ende des Tages nicht mehr, selbst bei einem sehr vollen Besichtigungsprogramm. Unten haben wir die Gehzeiten vom Parkplatz in der ul. Daniłowicza 13 zusammengestellt.

Ziel Gehzeit Was man dort sieht
Daniłowicz-Schacht ca. 30 m Eingang zur Touristenroute
Salzgrafenschloss ca. 4 Min. Sitz des Krakauer Salinenmuseums Wieliczka
Gradierwerk ca. 5 Min. Kinga-Park, Inhalation mit Sole
Rynek Górny ca. 7 Min. Stadtzentrum, Cafés, Regis-Schacht in der Nähe

Die Zeiten sind Richtwerte und gelten für das gemütliche Tempo eines Erwachsenen. Mit kleinen Kindern oder Kinderwagen sollte man ein paar Minuten dazurechnen. Solche Entfernungen verändern die Tagesplanung. Statt das Auto zu jeder Sehenswürdigkeit umzuparken, dient der Parkplatz besser als Basis. Morgens das Bergwerk, dann ein Spaziergang zum Schloss, eine Pause am Gradierwerk und Mittagessen im Zentrum. So lassen sich auch Pausen leichter einbauen. Schläft das Kind ein oder beginnt es zu regnen, ist man in wenigen Minuten am Auto und verliert seinen Platz nicht. Mehr über das Schloss selbst steht im Artikel Salzgrafenschloss in Wieliczka - Besichtigung und Geschichte.

Gradierwerk im Kinga-Park in Wieliczka

Am Parkplatz gibt es zwei Partnerrestaurants. Die Warzelnia Smaków in der ul. Daniłowicza 13 serviert polnische Küche in einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert am Daniłowicz-Schacht. Die Karczma Halit in der ul. Daniłowicza 9 hat sich auf die Küche von Wieliczka und in Salz gebackene Gerichte spezialisiert. Beide liegen nur wenige Schritte vom Auto entfernt, sodass man für eine Mahlzeit vor oder nach der Besichtigung nicht umparken muss.

Parkplatz an der Sehenswürdigkeit oder am Stadtrand

Viele Autofahrer überlegen, ob sie das Auto nicht lieber weiter entfernt abstellen und zu Fuß gehen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen sollten. Jede Lösung hat Vor- und Nachteile, die man vor der Abfahrt vergleichen sollte, statt erst vor Ort zu entscheiden.

Kriterium Parkplatz am Daniłowicz-Schacht Straßenparkplatz im Zentrum Parkplatz in Krakau und Zug
Sicherer Platz Garantiert bei Reservierung Nein, je nach Uhrzeit Hängt vom Parkplatz in Krakau ab
Weg zum Bergwerk ca. 30 m Einige bis gut zehn Minuten Wenige Minuten vom Bahnhof Wieliczka Rynek Kopalnia
Zeitlimit Wahlweise 2 Stunden oder ganzer Tag Oft nur Kurzzeitparken Abhängig vom Zugfahrplan
Komfort mit Kindern Hoch Mittel Geringer, Umstiege und Gepäck

Die Variante mit dem Zug ist sinnvoll, wenn man im Krakauer Zentrum übernachtet und nicht mit dem Auto aus der Stadt fahren möchte. Laut offizieller Website des Bergwerks sind es vom Bahnhof Wieliczka Rynek Kopalnia nur wenige Gehminuten zum Bergwerk. Bei Anreise aus einer anderen Region, mit Familie und Gepäck, bleibt die direkte Fahrt bis zum Schacht die einfachste Lösung.

Das Parken am Straßenrand lockt, weil keine Reservierung nötig ist, bedeutet in der Saison aber das Risiko langer Suchfahrten, und kurze Parkzeiten passen schlecht zu einer Besichtigung von 2-3 Stunden. Ein Strafzettel oder eine unterbrochene Besichtigung, um das Auto umzuparken, kostet am Ende mehr als der Unterschied bei den Parkgebühren.

Bei der Wahl des Parkplatzes wiederholen sich vor allem zwei Fehler. Der erste ist die Anreise ohne Plan an einem Samstagvormittag, wenn alle Plätze in der Nähe der Schächte in kurzer Zeit belegt sind. Der zweite ist die Wahl eines Parkplatzes weit vom Eingang, nur um ein wenig Geld zu sparen, was mit einem langen Fußweg mit Kindern bergauf und wieder zurück endet.

Wie viel Parkzeit man einplanen sollte

Diese Frage stellen sich nur wenige Autofahrer, dabei hängt von ihr die Wahl des Tickets ab. Das Bergwerk gibt an, dass die Besichtigung der Touristenroute zusammen mit der Museumsausstellung durchschnittlich 2-3 Stunden dauert. Dazu kommen der Weg zur Kasse oder zum Treffpunkt der Gruppe, die Wartezeit bis zum Einlass, der Gang zur Toilette danach und zumindest ein kurzer Kaffee.

In der Praxis reicht ein 2-Stunden-Ticket nur, wenn man für eine andere, kürzere Unternehmung kommt, etwa einen Spaziergang am Gradierwerk oder ein schnelles Mittagessen. Für das Bergwerk ist die Tagesoption die sicherere Wahl, vor allem in der Saison, wenn sich an den Kassen und am Eingang Schlangen bilden. Der Preisunterschied ist gering, und der Stress, unter Tage auf die Uhr zu schauen, fällt weg, denn dort bestimmt der Guide das Tempo. Die Gruppe geht nicht schneller, nur weil bei einem Teilnehmer das Parkticket abläuft, und ein Verlassen der Route auf halber Strecke ist nicht möglich.

Beispielhafte Tagesabläufe

  • Die Touristenroute allein dauert mit Wegen und Pause meist 3 bis 4 Stunden.
  • Bergwerk, Salzgrafenschloss und Mittagessen füllen fast den ganzen Tag.
  • Ein kurzer Spaziergang am Gradierwerk und ein Kaffee im Zentrum passen in 2 Stunden.

Ist nach der Besichtigung ein Essen geplant, lohnt sich die VIP-Variante mit Tischreservierung. In der Saison ist ein freier Tisch in einem Restaurant am Bergwerk oft genauso schwer zu finden wie ein freier Parkplatz.

So bereitet man die Anreise mit dem Auto vor

Das Wissen über den Aufbau der Stadt hilft erst, wenn daraus ein konkreter Plan wird. Hier ist eine Vorbereitung, die sich in jeder Saison bewährt.

Am Tag vor der Abfahrt. Wir legen fest, welche Route wir im Bergwerk besichtigen und wann der Einlass ist. Wir kaufen die Tickets für das Bergwerk und wählen danach den passenden Parkplatz. Am einfachsten ist es, einen Parkplatz in Wieliczka zu reservieren für denselben Tag, und zwar ein Tagesticket, wenn der Aufenthalt länger als zwei Stunden dauert.

Im Navi. Wir geben die genaue Adresse des Parkplatzes ein, also ul. Daniłowicza 13, und nicht den allgemeinen Namen des Bergwerks. So vermeiden wir, dass die App uns ins Zentrum, zum Regis-Schacht oder auf den vollen Marktplatz lotst.

Ankunftszeit. Die Einfahrt auf den Parkplatz ist von 7:00 bis 18:00 Uhr möglich, daher sollte man bei einer späten Besichtigung mit Puffer anreisen. An Wochenenden und in den Ferien verkürzt eine Ankunft vor 10:00 Uhr die Zeit im Stau auf den Zufahrtsstraßen. Mehr zu saisonalen Engpässen steht im Beitrag Parken in Wieliczka in der Hochsaison.

Vor Ort. Bei der Einfahrt zeigen wir den QR-Code aus der E-Mail vor. Es lohnt sich, ihn auf dem Handy zu speichern oder einen Screenshot zu machen, denn bei großem Andrang ist der Mobilfunkempfang manchmal schwächer.

Wohnmobil, Kleinbus oder Motorrad. Der Parkplatz nimmt auch größere Fahrzeuge und Zweiräder auf, und jeder Fahrzeugtyp hat bei der Reservierung eine eigene Kategorie. Mit dem Wohnmobil empfehlen wir die Reservierung besonders, denn für große Fahrzeuge gibt es immer weniger Plätze als für Pkw, und das Rangieren im Zentrum von Wieliczka kann mühsam sein.

Nach der Besichtigung. Das Auto bleibt stehen, und wir gehen zu Fuß zum Salzgrafenschloss, zum Gradierwerk und zum Marktplatz. Ausfahren kann man jederzeit, man muss also nicht zu einer bestimmten Uhrzeit zurück sein.

Reist man mit mehreren Autos an, etwa mit der erweiterten Familie, braucht jedes Fahrzeug einen eigenen Platz. Am besten reserviert man für alle Fahrzeuge gleichzeitig, damit die ganze Gruppe nebeneinander steht und gemeinsam zur Besichtigung aufbrechen kann.

Die häufigste Herausforderung sind kurzfristige Planänderungen, etwa eine spätere Einlasszeit im Bergwerk. Deshalb plant man beim Parkticket besser einen Zeitpuffer ein, statt darauf zu setzen, dass die Besichtigung pünktlich endet.

Besucherverkehr in Wieliczka in den kommenden Jahren

Der Tourismus in Wieliczka wächst. Das Bergwerk verzeichnet seit einigen Jahren steigende Besucherzahlen, und die Leitung sprach in Interviews von möglicherweise mehr als 2 Mio. Besuchern pro Jahr. Für Autofahrer bedeutet das, dass es zu den beliebtesten Terminen im Verhältnis zur Nachfrage immer weniger Plätze in der Nähe der Schächte geben wird.

Deshalb gewinnt die Reservierung im Voraus an Bedeutung. Besucher sind es gewohnt, Bergwerkstickets online für eine bestimmte Uhrzeit zu kaufen, und diese Gewohnheit überträgt sich auf Parkplätze. Ein Ticket mit QR-Code per E-Mail erspart die Schlange an der Schranke und die Ungewissheit, ob noch ein Platz frei ist.

Auch die Art der Besichtigung verändert sich. Immer mehr Menschen verbinden das Bergwerk an einem Tag mit dem Gradierwerk, dem Schloss und einem Restaurant, statt Wieliczka nur als kurzen Halt auf dem Weg nach Krakau zu sehen. Dieses Modell begünstigt zentral gelegene Parkplätze, von denen aus die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar sind. Ein längerer Aufenthalt bedeutet auch mehr Interesse an Tagestickets.

Wie in vielen Touristenorten ist mit weiteren Maßnahmen zur Verkehrsorganisation im Zentrum zu rechnen. Vor jeder Fahrt lohnt sich daher ein Blick auf aktuelle Hinweise des Bergwerks und die Parkregeln vor Ort. Je mehr Menschen mit einem Plan anreisen, desto flüssiger läuft der Verkehr rund um die Schächte und desto weniger Autos kreisen durch die engen Gassen der Altstadt, was auch den Einwohnern zugutekommt.

Welcher Parkplatz die beste Wahl ist

Bei der Wahl des Parkplatzes in Wieliczka beginnt man am besten mit der Frage, an welchem Schacht die Besichtigung startet. Die Touristenroute beginnt am Daniłowicz-Schacht, die Bergmannsroute am Regis-Schacht im Zentrum. Zwischen beiden liegt nur ein kurzer Spaziergang, deshalb genügt ein gut gelegener Parkplatz für den ganzen Tag.

Für die meisten Autofahrer ist das Parken in der ul. Daniłowicza am bequemsten. Von hier sind es etwa 30 Meter zum Eingang, rund 4 Minuten zum Salzgrafenschloss, rund 5 Minuten zum Gradierwerk und etwa 7 Minuten zu Fuß zum Rynek Górny. Das Auto bleibt an einem Ort, der Rest des Tages verläuft zu Fuß, mit den Partnerrestaurants gleich nebenan.

Die zweite Erkenntnis betrifft die Zeit. Die Besichtigung des Bergwerks dauert nach dessen Angaben durchschnittlich 2-3 Stunden, mit Wegen und Pause meist länger. Ein 2-Stunden-Ticket reicht selten aus, ein Tagesticket sorgt dagegen für Ruhe und Spielraum für ein Mittagessen oder einen Stadtbummel.

Die dritte Erkenntnis greift die These aus der Einleitung auf und ist wohl die wichtigste. Der beste Parkplatz ist der, den man vor der Abfahrt auswählt. Online-Reservierung, die genaue Adresse im Navi und eine Anreise mit Zeitpuffer sorgen dafür, dass die erste Stunde in Wieliczka mit der Besichtigung beginnt und nicht mit Kreisen durch die Straßen. Schon wenige Minuten Planung genügen, damit der ganze Tag entspannt verläuft. Vor der Abfahrt empfehlen wir, Verfügbarkeit und Preise auf der Seite des Parkplatzes am Salzbergwerk mit Online-Reservierung zu prüfen.

Fragen zum Parken in Wieliczka

Muss man den Parkplatz am Salzbergwerk reservieren?

Eine Reservierung ist keine formale Voraussetzung für die Einfahrt in die Stadt, in der Saison empfehlen wir sie aber ausdrücklich. Der reservierte Platz ist für den gewählten Tag garantiert, und das Ticket mit QR-Code kommt per E-Mail, sodass man bei der Einfahrt keine Kasse suchen muss. Ohne Reservierung sind samstags oder in den Ferien schnell alle Plätze belegt, und man sucht in Eile nach einer Alternative.

Kommt man vom Parkplatz am Daniłowicz-Schacht zu Fuß zum Regis-Schacht?

Ja, das ist ein kurzer und einfacher Spaziergang. Der Regis-Schacht liegt im Zentrum in der Nähe des Rynek Górny, und der Marktplatz ist etwa 7 Gehminuten vom Parkplatz in der ul. Daniłowicza 13 entfernt. Unterwegs kommt man am Salzgrafenschloss vorbei. Der Weg führt durch die Altstadt und ist auch für Kinder leicht zu bewältigen.

Bis wann kann man auf den Parkplatz einfahren?

Die Einfahrt ist von 7:00 bis 18:00 Uhr möglich. Ausfahren kann man rund um die Uhr, sodass man nach dem Abendessen oder einem Abendspaziergang in Ruhe zum Auto zurückkehren kann. Bei einem späten Einstieg ins Bergwerk sollte man mit ausreichend Puffer vor 18:00 Uhr ankommen.

Gibt es auf dem Parkplatz Platz für Wohnmobile oder Kleinbusse?

Ja, bei der Reservierung lässt sich eine eigene Kategorie für Wohnmobile und Kleinbusse sowie für Motorräder wählen. Die Details für jeden Fahrzeugtyp stehen auf der Reservierungsseite. Mit dem Wohnmobil ist eine Reservierung besonders ratsam, da es weniger Plätze für große Fahrzeuge gibt.

Kann man für den Parkplatz eine Rechnung erhalten?

Ja, der Parkplatz stellt eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer aus. Das ist praktisch bei Dienstreisen und Firmenausflügen. Die Rechnung sollte man gleich bei der Reservierung anfordern, damit man sich nach der Reise nicht mehr darum kümmern muss.

Wo kann man in der Nähe des Parkplatzes essen?

Gleich nebenan gibt es zwei Partnerrestaurants. Die Warzelnia Smaków serviert polnische Küche in einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert am Daniłowicz-Schacht, die Karczma Halit in der ul. Daniłowicza 9 Gerichte der Wieliczkaer Küche, darunter in Salz gebackene Speisen. In der Saison reserviert man den Tisch besser im Voraus, und die VIP-Variante des Parkplatzes beinhaltet eine solche Reservierung im Partnerrestaurant.

Kann man in Wieliczka kostenlos parken?

Kostenlose Plätze im Zentrum sind selten und meist zeitlich begrenzt oder Anwohnern vorbehalten. Bei einer Besichtigung, die mehrere Stunden dauert, ist ein geplanter kostenpflichtiger Stellplatz schlicht die sicherere Wahl. Die Suche nach einem Gratisplatz endet in der Saison oft mit einer Verspätung zur gebuchten Einlasszeit im Bergwerk, und diese Zeit lässt sich nicht mehr aufholen.

Mit dem Auto unterwegs? Parken direkt am Bergwerk

Der Parkplatz in der ul. Daniłowicza 13 ist der kürzeste Weg zum Eingang der Touristenroute. Den Platz reserviert man online und zeigt bei der Einfahrt den QR-Code aus der E-Mail vor.

  • 30 m zum Daniłowicz-SchachtEingang zur Touristenroute gleich nebenan
  • QR-Ticket per E-MailOnline-Reservierung für den gewünschten Tag
  • Videoüberwachung rund um die Uhr180 Stellplätze, Ausfahrt jederzeit
Turm und Gebäude des Daniłowicz-Schachts, 30 m vom Parkplatz in der ul. Daniłowicza 13